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#Fachhochschule-Vorarlberg: Weiteres Puzzleteil im Vorarlberger Bildungsdesaster

"Lediglich die Arbeitgeberseite sei im Aufsichtsrat der FHV vertreten, beklagt der Vorsitzende des Betriebsrates, Markus Reichart.'Das führt immer öfter dazu, dass kurzfristige wirtschaftliche Interessen das Angebot der FH beeinflussen.' So würden beispielsweise Lehrstühle auf Initiative der Industrie aus dem Boden gestampft werden, die wenige Jahre später völlig unbrauchbar seien." berichtet Vorarlberg Online.

Damit wurde endlich aus der Fachhochschule selber haraus die notwendige Kritik geäußert, zu der in Vorarlberg sonst offenbar keine politische Institution etwas zu sagen hat, obwohl Vorarlberg auch sonst eine bildungspolitische Sahara ist. Die einseitige Anbindung an die "Wirtschaft" hat ja bekanntlich auch dazu geführt, dass Vorarlbergs Lehrlingsausbildung die schlechteste Österreichs ist und dass Vorarlberg nicht nur am wenigsten Akademiker und Maturanten hat sondern auch den größten Anteil an Hilfsarbeitern, Arbeitnehmern die über keine weitere Ausbildung verfügen als nur die Pflichtschule. allein im Bezirk Dornbirn sind das beinahe 30 Prozent.

Lesen Sie den Beitrag auf Vorarlberg Online:

Der Bezirk #Dornbirn hat Österreichs höchsten Anteil an #Niedrigqualifizierten: 28,8 %

Dornbirns Zukunft leidet ganz besonders unter konservativer Vorarlberger Unbildungspolitik

Die regionale Verteilung der Niedrigqualifizierten, also jenerPersonen, die nur eine Pflichtschule besucht haben und keinen darüber hinausgehenden Schulabschluss vorweisen können, ist fast ein Spiegelbild zu jener der Hochschulabsolventinnen und -absolventen.

Die Stadt-Land-Differenzen sind komplementär. Die Bevölkerung mit höchstens einer Pflichtschulausbildung ist überdurchschnittlich häufig im ländlichen Raum konzentriert. Hohe Anteile finden sich so im Innviertel, im Südburgenland und in den ländlichen Gegenden Tirols.

Nun aber die negative "Sensation". Den österreichweit höchsten Wert unter den Bezirken weist im Jahre 2010 ausgerechnet der urbane und industrialisierte Bezirk Dornbirn auf, und zwar mit einem Anteil von 28,8 Prozent an Menschen welche lediglich über einen Pflichtschulabschluss verfügen.  (Vgl. Statistik Austria: Bildung in Zahlen 2011/ 2012, März 2013, S. 92)

Dabei ist es eine Binsenweisheit der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitiker, dass die Menschen mit lediglich einem Pflichtschulabschluss am häufigsten und am nachhaltigsten von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Zukunftsfähige Bildungspolitik wäre angesagt.

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